12:48 12:48

OVG-Urteil zur Luftreinhaltung
ARBEITGEBER KÖLN warnt: „Streckenbezogene Fahrverbote sind von zweifelhaftem Nutzen“

„Ich begrüße, dass ein flächendeckendes Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge erst einmal abgewendet wurde“, kommentierte Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes in Münster vom gestrigen Donnerstag. Gleichzeitig warnte er: „Der Nutzen von streckenbezogenen Fahrverboten für die Umwelt ist äußerst zweifelhaft, kann man doch davon ausgehen, dass sich der Verkehr dann auf andere Strecken verlagert.“ Er appellierte daher in Richtung Bezirksregierung Köln, bei der Prüfung, welche konkreten Straßenabschnitte dafür gesperrt und welche Fahrzeuge von den Fahrverboten ausgenommen werden, sehr sorgfältig vorzugehen. „Es kann nicht sein, dass wir die Luftqualität an einer Stelle verbessern, um sie an anderer Stelle zu verschlechtern.“ Es müsse zudem sichergestellt werden, dass insbesondere Wirtschaftsverkehre durch die Verbote nicht zum Erliegen kämen.Er rate zudem dringend von der derzeit von der Kölner Stadtspitze diskutierten Überlegung ab, den Verkehr auf der Mülheimer Brücke dauerhaft einspurig zu lassen. Die Kölner Brücken seien ohnehin ein Nadelöhr. „Wir können nicht nur mit Einschränkungen und Verboten arbeiten, um die Straßen zu entlasten. Wir müssen den Bürgern ein vernünftiges Angebot machen, um ihr Mobilitätsverhalten zu verändern“, betonte Reß. Er wiederholte daher seine Forderung, alles daran zu setzen, den ÖPNV weiter auszubauen. Aktuell platze der Kölner Nahverkehr aus allen Nähten. Zudem seien noch längst nicht alle Stadtgebiete gut ans Streckennetz angeschlossen. Hier sehe er erheblichen Verbesserungsbedarf. Weiter warb Reß für ein intelligentes Verkehrsmanagement, das zur Verflüssigung des Verkehrs beitrage. Hierzu gehöre auch eine intelligente Ampelschaltung. „Wir müssen weg von der ‚roten Welle‘. Wenn der Verkehr fließen kann, sinkt auch die Belastung an den neuralgischen Punkten“, erklärte Reß. „Bevor wir weitere Verbotsschilder aufstellen, sollten wir grundsätzlich unsere Verkehrsleitung in Köln auf den Prüfstand stellen“, schloss er.

8:00 8:00

kölnmetall unterstützt MINT-Projekt der Kaiserin-Augusta-Schule

Eine Hymne für Europa schreiben. Nicht mit Noten, sondern mit einer Programmiersprache. So lautete der Auftrag des ‚Coding Cup 2019‘, ausgeschrieben von der Bildungsinitiative ‚Code your Life‘. 50 Schulen aus ganz Deutschland lösten daraufhin die Aufgabe, eine neue Hymne für Europa zu coden und setzten dafür den Microcomputer Raspberry Pi ein. Darunter auch die Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) in Köln. Die 19 Schülerinnen und Schüler der KAS wurden von einer Jury und dem Publikum ins Finale gevotet und dürfen nach Hannover zur IdeenExpo, Europas größtem Event für Naturwissenschaften und Technik, reisen. Hier findet die Siegerehrung im Beisein von Digitalministerin Dorothee Bär statt. Ausgewählten Schülerinnen und Schülern winkt zudem die Chance, ihr Projekt bei der ARD-Wissensshow mit Ranga Yogeshwar vorzustellen. Das hat kölnmetall, Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Köln e. V., so beeindruckt, dass er bei den Fahrtkosten unter die Arme greift. „Das Projekt weckt Lust auf Technik und fördert das Demokratieverständnis. Wir waren daher direkt Feuer und Flamme, als die KAS auf uns zukam“, erläuterte Saskia Dieke von kölnmetall das Engagement des Verbandes. „Schließlich sind gut ausgebildete MINT-Fachkräfte das größte Kapital unserer Unternehmen. Daher wollen wir – ganz im Sinne der Nachwuchsförderung – junge Menschen früh für Technik und Naturwissenschaften begeistern und freuen uns dabei über jeden Mitstreiter.“

Beim ersten Projekttreffen des Differenzierungskurses Informatik der Jahrgangsstufe 9 der Kaiserin-Augusta-Schule wurden Ideen gesammelt und diskutiert – demokratisch, wie man es in Europa eben macht. Am Ende sagte die Schülerin Noura Chabil: „Jedes der 28 EU-Länder hat seine ganz eigene unverkennbare Note, seinen eigenen Sound. Trotzdem gehören alle 28 zusammen und sind miteinander verbunden. Das wollen wir mit unserem Exponat ausdrücken.“

Damit stand das Programm fest. Das Europa-Sound-Element wurde gemeinsam erarbeitet, die einzelnen Länder-Sounds auf die engagierten Projektteilnehmer verteilt. Die […]

11:30 11:30

Katerfrühstück am Aschermittwoch: Standort auf dem Prüfstand

„Köln wie entfesselt? Wohin entwickelt sich der Wirtschaftsstandort 4.0?“  Unter diesem Motto diskutierten beim 19. Katerfrühstück von ARBEITGEBER KÖLN und NetCologne Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Mit dabei waren unter anderem Landesminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Kölns Stadtdirektor Dr. Stephan Keller.

„Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist ganz entscheidend für eine leistungsfähige Wirtschaft“, betonte Michael Jäger, Vorsitzender der ARBEITGEBER KÖLN e. V., bei seinem Eröffnungsstatement vor rund 200 Gästen über den Dächern Kölns. Doch wer in und um Köln mit Auto oder Bahn unterwegs sei wisse, dass die Verkehrsinfrastruktur am Limit fahre. Ganz eindringlich warnte Jäger vor der derzeit diskutierten Express-Busspur auf der Aachener Straße: „Bei einem Arterienverschluss der Hauptverkehrsader im Westen der Stadt ist der Verkehrsinfarkt nicht mehr in weiter Ferne.“ Gut gemeinter Aktionismus führe nur zu noch mehr Stau und helfe am Ende auch nicht bei der Verbesserung der Luftqualität.

Doch nicht nur die Verkehrsinfrastruktur sei ein wichtiger Faktor für einen Wirtschaftsstandort. Mit den Entfesselungsgesetzen sei die nordrhein-westfälische Landesregierung angetreten, die Wirtschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland von ihren Fesseln zu befreien. Noch immer hinke das Schwergewicht Nordrhein-Westfalen bei der wirtschaftlichen Entwicklung hinterher. Jäger begrüßte daher die ergriffenen Maßnahmen, gab aber gleichzeitig zu bedenken: „Vieles braucht Zeit, um Wirkung zu entfalten. Die Entfesselung des angeschlagenen Riesen NRW ist eher ein Marathon, denn ein Kurzstreckenlauf.“

Wie wichtig eine übergeordnete Digitalstrategie für Kölns Wirtschaft ist, betonte in diesem Zusammenhang NetCologne Geschäftsführer Timo von Lepel. Die Basis für den digitalen Wirtschaftsstandort 4.0 sei bereits gelegt: „Köln nimmt mit Blick auf den Ausbau der digitalen Infrastruktur deutschlandweit schon heute eine Spitzenposition ein. Mit der aktuellen Digitaloffensive werden bis 2022 70 Prozent aller Haushalte und Gewerbe über einen direkten Glasfaseranschluss verfügen. Darüber hinaus hat die Stadt das dichteste kostenfreie WLAN-Netz und auch im Bildungssektor sind […]

9:39 9:39

Konjunkturumfrage 2018/2019: Trübe Aussichten in der Kölner Metallindustrie

„Unsere Unternehmen sind aktuell pessimistischer gestimmt als noch zum Jahreswechsel 2017/2018“, fasste Wolfgang Reß, Hauptgeschäftsführer von kölnmetall | Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Köln e. V., die Ergebnisse der heute veröffentlichten Konjunkturumfrage des Verbandes zusammen. Die „trüben Aussichten“ machten sich an mehreren Indikatoren bemerkbar – besonders deutlich werde dies bei den Geschäfts-, Auftrags- und Ertragserwartungen für die nächsten sechs Monate. Hierbei spiele sicherlich auch die Sorge vor einem ungeordneten Brexit eine Rolle, dessen Auswirkungen auf die hiesige Wirtschaft noch nicht ganz abzuschätzen seien.

Doch es gebe auch Licht am Horizont: Die Beschäftigungsentwicklung der letzten sechs Monate sei stabil, zudem wolle das Gros der Firmen auch in den nächsten sechs Monaten an ihren Stammbelegschaften festhalten. Anlass zur Freude gebe zudem das weiterhin hohe Ausbildungsengagement der Unternehmen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Köln und Umgebung zeigen sich mit ihrer aktuellen Geschäftslage zum Jahreswechsel etwas weniger zufrieden als ein Jahr zuvor. Während damals 50 Prozent ihre aktuelle Lage als gut bewerteten, sind es in der aktuellen Befragung nur noch 40,6 Prozent. Die Hälfte stuft die momentanen Geschäfte als immerhin befriedigend ein (Vorjahr: 33,3 Prozent), die verbleibenden 9,4 Prozent (16,7 Prozent) berichten von einer schlechten Lage.

Was die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate angeht, zeigen sich die Unternehmen deutlich pessimistischer: So erwarten nur 3,1 Prozent (12,5 Prozent) der Befragten eine bessere, 62,5 Prozent (79,2 Prozent) eine gleichbleibende Entwicklung. 34,4 Prozent (8,3 Prozent) befürchten eine Verschlechterung, ihr Anteil ist gegenüber der vorangegangenen Konjunkturumfrage damit merklich gestiegen.

Der Anteil derer, die sich aktuell über eine gute inländische Auftragslage freuen können, ist seit der letzten Umfrage von 37,5 Prozent auf derzeit 31,3 Prozent gesunken. 56,3 Prozent (45,8 Prozent) berichten von einer befriedigenden Auftragslage. Allerdings beschreiben 12,5 Prozent (16,7 Prozent) die derzeitige […]

11:13 11:13

ARBEITGEBER KÖLN plädieren dringend an den Rat, von einer Einschränkung des Verkehrsflusses auf der Aachener Straße abzusehen

Mit Befremden und Verärgerung verfolgen die ARBEITGEBER KÖLN Überlegungen im Kölner Stadtrat, im Rahmen der Entscheidung über einen Ausbau der Ost-West-Bahntrasse eine Einschränkung der Aachener Straße durch eine Express-Busspur vornehmen zu wollen. „Wer für eine weitere Einschränkung des Individualverkehrs auf der Aachener Straße eintritt, legt endgültig die Axt an eine der wesentlichen Verkehrsadern in die Kölner Innenstadt. Schon heute ist der Verkehrsfluss auf der Aachener Straße eine Katastrophe. Seit Jahrzehnten gelingt es trotz aller Zusagen der Politik nicht, das veraltete Ampelmanage-ment in eine sinnvolle und abgestimmte Steuerung zu überführen“, so Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN. Selbst bei vergleichsweise geringem Verkehrsaufkommen ist in Teilen der Aachener Straße stadteinwärts ein Vorankommen deutlich mit Einschränkungen und Hindernissen verbunden. Der morgendliche Berufsverkehr, insbesondere auch gespeist durch einen der zentralen Autobahnzubringer nach Köln, führt schon heute oftmals zum völligen Stillstand. In den Zonen, in denen die Aachener Straße schon heute einspurig geführt wird, z.B. im Bereich der Haltestelle Weiden Schulstraße, ist ein Vorgeschmack davon zu bekommen, was eine einspurige Verkehrsführung an Rück-staus verursacht. Die Straße in ihrer vollen Länge auf eine Spur für den Individualverkehr zu verengen, würde diesen Zustand zu einer unakzeptablen Regel machen. „Die mit dem Prestigeobjekt des Lövenicher Tunnels komfortabel und modern ausgebaute Autobahnabfahrt von der A1 würde quasi schlagartig auf einer einspurigen Dorfstraße enden“, so Wolfgang Reß. Niemand, der von der Autobahn abfährt, hat die Chance, Parkmöglichkeiten zu erreichen, um den Umstieg in einen Expressbus vorzunehmen. Der Park and Ride Parkplatz Weiden West ist bereits in den frühesten Morgenstunden überfüllt und wäre auch erst in einigen Kilometern stadtauswärts zu erreichen.

Ausweichruten über den Gregor-Mendel-Ring und Widdersdorfer Straße sind durch den Zufluss neu entstandener Wohn- und Industriegebiete im Berufsverkehr hoffnungslos überlastet und auch hier fehlt der […]

14:54 14:54

14. Kölner Arbeitgebertag: ARBEITGEBER KÖLN verleihen Integrationspreis an drei Unternehmen

„Wir brauchen dringend arbeitsmarktorientierte Zuwanderung, um den Fachkräftebedarf der Wirtschaft zu decken“, forderte Michael Jäger, Vorsitzender von ARBEITGEBER KÖLN, anlässlich des 14. Kölner Arbeitgebertages vor rund 300 Gästen. Allein durch die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten könne die Fachkräftelücke nicht geschlossen werden. „Asyl ist ein Akt der Menschlichkeit, qualifizierte Zuwanderung eine Notwendigkeit“, schloss Jäger.

Vor dem Hintergrund des Urteils des Verwaltungsgerichts Köln zu Diesel-Fahrverboten in Köln erneuerte Jäger seine Forderungen nach weitreichenden Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen insbesondere für Wirtschaftsverkehre, damit Köln nicht zum Stillstand komme. Nachdem was bisher zur Entscheidung bekannt sei, habe er zudem erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Arbeitgebertages war die Rede von NRW-Integrationsminister Stamp zum Thema „Einwanderungsland NRW – Migration als Herausforderung und Chance“. Im Beisein des Ministers fand auch die Preisverleihung des Integrationspreises der ARBEITGEBER KÖLN statt, in deren Rahmen drei Unternehmen für ihr vorbildliches Engagement in Sachen Integration ausgezeichnet wurden. Minister Stamp gratulierte den Unternehmen: „Mit Ihrem Engagement leisten Sie einen hervorragenden Beitrag zur Integration. Sie übernehmen damit eine Vorbildfunktion für andere Unternehmen. Integration in den Arbeitsmarkt ist eine der Grundvoraussetzungen für Integration in die Gesellschaft.“

Jäger zeigte sich ebenfalls begeistert über die Vielzahl beeindruckender Unternehmensbewerbungen im Zusammenhang mit dem Integrationspreis. Sie seien eindrucksvoller Beweis, dass Vielfalt längst gelebte Realität in der Wirtschaft sei.

Den Integrationspreis der ARBEITGEBER KÖLN erhielten folgende Unternehmen:

Elektrohaus Bernhard Günther GmbH & Co. KG
rahm Zentrum für Gesundheit GmbH
START NRW GmbH

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung bildete der Vortrag von Friedrich Merz, Vorsitzender der Atlantik-Brücke e. V., der zum Thema „Donald Trump und die USA: Ende der Pax Americana?“ vortrug.

16:28 16:28

ARBEITGEBER KÖLN lobt Integrationspreis aus: Der Preis wird von NRW Integrationsminister Dr. Joachim Stamp verliehen

Der Integrationspreis ist eine Initiative der ARBEITGEBER KÖLN e.V. und wird vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Die Verleihung findet im Rahmen des Kölner Arbeitgebertages am 14.11.2018 im Hotel Pullman Cologne statt.

„Arbeitsmarktintegration ist der Schlüssel zur Integration in die Gesellschaft. Viele Unternehmen leisten hier Vorbildliches. Dieses Engagement möchten wir mit dem Integrationspreis nach außen hin sichtbar machen“, erklärte Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN, die Initiative des Verbandes. Gleichzeitig hoffe er, die positiven Beispiele würden viele Nachahmer finden.

Der Preis wird an Unternehmen verliehen, die die Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Zuwanderungsgeschichte fördern und sich im besonderen Maße für Diversität einsetzen. Die Ausschreibung erfolgt in den Kategorien:

Unternehmen aus dem Handwerk
Unternehmen mit 5 – 250 Mitarbeiter/innen
Unternehmen mit über 250 Mitarbeiter/innen

Bewerben kann sich jedes Unternehmen mit Sitz in Köln und den angrenzenden Kreisen.

Die Bewerbungsfrist beginnt ab sofort und endet am 26. Oktober 2018. Eine fachkundige Jury mit Vertretern aus der Kölner Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird die eingegangenen Bewerbungen sichten und den jeweiligen Gewinner auswählen.

„Nordrhein-Westfalen steht mit 4,6 Millionen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte wie kein anderes Bundesland für Weltoffenheit, Vielfalt und Zuwanderung. NRW ist nicht nur die Heimat derjenigen, die hier geboren sind, sondern genauso für die, die im Ausland geboren und eingewandert sind“, so Minister Dr. Joachim Stamp.

 

Der Preis soll zeigen, dass Integration von Migrantinnen und Migranten auf vielerlei Ebenen in Deutschland gelingt und die Wirtschaft kontinuierlich stärkt. Sie trägt zur Vielfalt der Beschäftigtenstruktur in Unternehmen bei und beeinflusst das gesellschaftliche Zusammenleben positiv.

Weitere Informationen zum Preis für Integration der ARBEITGEBER KÖLN 2018 sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter https://arbeitgeber-koeln.de/arbeitgebertag/

16:45 16:45

Drohende Dieselfahrverbote: ARBEITGEBER KÖLN mahnen zu besonnenem Vorgehen

Vor dem Hintergrund der heute ergangenen Diesel-Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, das Städten den Weg zu Fahrverboten ebnet, mahnte Wolfgang Reß, Geschäftsführer von ARBEITGEBER KÖLN e. V., zur Besonnenheit: „Wir sind alle daran interessiert, die Luft in unseren Städten zu verbessern. Doch wir dürfen dabei nichts übers Knie brechen.“ Mit einem Schnellschuss der Politik sei niemandem gedient, daher plädiere er für vernünftige Übergangslösungen und Ausnahmeregelungen. „Otto Normalverbraucher kann sich nicht jedes Jahr ein neues Auto leisten. Und auch mancher Handwerksbetrieb kommt in große Not, wenn er von jetzt auf gleich seine Dieselflotte ersetzen oder nachrüsten muss.“ Weiter sei auch die Vielzahl der Lieferverkehre zu beachten, die die Läden, Supermärkte und Haushalte der Stadt täglich belieferten. Ohne diese Verkehre, die in der Regel mit Diesel-Nutzkraftwagen erfolgten, käme die Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger schnell ins Straucheln.

In diesem Zusammenhang appellierte er in Richtung Kölner Stadtspitze, jetzt alles daran zu setzen, den ÖPNV weiter auszubauen und für ein intelligentes Verkehrsmanagement zu sorgen. Aktuell platze der Kölner Nahverkehr aus allen Nähten. Zudem seien noch längst nicht alle Stadtgebiete gut ans Streckennetz angeschlossen. Hier sehe er erheblichen Nachholbedarf. „Wer ein geändertes Mobilitätsverhalten der Bürger erreichen möchte, muss auch gute Alternativen zum Auto anbieten“, schloss Reß an. Auch müsse zum Beispiel durch sinnvolle Ampelschaltungen dafür gesorgt werden, dass der Autoverkehr in der Stadt „flüssiger“ laufe, um die Luftqualität zu verbessern.

11:30 11:30

Köln im digitalen Wandel: „Umbruchprozess erfordert Mentalitätswandel in der Verwaltung“

„Die digitale Transformation durchdringt alle Bereiche unseres Alltagslebens. Die Wirtschaft ist hierdurch einem rasanten Wandel unterworfen“, resümierte Michael Jäger, Vorsitzender von ARBEITGEBER KÖLN e. V., anlässlich des 18. Katerfrühstücks von ARBEITGEBER KÖLN und NetCologne vor rund 200 Gästen. Auch die Stadtverwaltung müsse sich auf die digitale Zeitenwende einstellen. Er unterstütze daher das Bestreben der Stadtspitze, die Stadtverwaltung noch digitaler und kundenfreundlicher gestalten zu wollen. Ihm sei bewusst, dass solche Umbruchprozesse Zeit und Energie bräuchten und dabei der Faktor Mensch nicht zu unterschätzen sei. „Dennoch führt am erforderlichen Mentalitätswandel kein Weg vorbei, um die digitale Verwaltung von morgen erfolgreich zu gestalten“, schloss Jäger an.

In Richtung Unternehmerschaft mahnte er: „Der digitale Wandel geht alle an – Digitalisierung ist keinesfalls nur ein Thema für Großbetriebe. Auch kleinere und mittlere Unternehmen müssen sich die Thematik auf die Fahnen schreiben, um nicht den Anschluss zu verlieren.“

Dies bekräftigte auch Timo von Lepel, Geschäftsführer von NetCologne, der von dem Projekt DigitalNetCologne, der Digitalisierungsoffensive für die Stadt Köln, berichtete. Das Ausbauvorhaben umfasst die zehn größten Gewerbegebiete und mehr als 100.000 zusätzliche Haushalte, die direkt an das Glasfasernetz des Kölner Anbieters angeschlossen werden. Damit erreicht NetCologne 70 Prozent aller Kölner Haushalte über die eigene digitale Infrastruktur – im deutschlandweiten Vergleich ein Spitzenwert.

Auch die Kölner Schulen werden profitieren: „Wir haben bereits zwei Drittel der Schulen am Glasfasernetz, im Laufe des Jahres werden die restlichen 100 folgen“, so von Lepel. Und auch das öffentliche WLAN soll weiter wachsen: „Allein an den Jecken Tagen haben sich über 180.000 Nutzer in das Hotspot.Koeln-Netz in der Innenstadt eingewählt. Das zeigt, dass der Zugang zur digitalen Infrastruktur immer selbstverständlicher wird. Mit unserer Digital-Offensive legen wir den Grundstein, um die Vorreiterrolle Kölns als ´Digitale Hauptstadt´ weiter auszubauen.“

Unter dem Motto „Auf dem […]

16:43 16:43

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer: Koalitionsvertrag ist in weiten Teilen enttäuschend

Zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer:

„Aus Sicht der deutschen Wirtschaft sind die Ergebnisse in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik weitgehend enttäuschend, vieles bleibt wirtschaftlich unvernünftig und bedeutet weniger Flexibilität für die Unternehmen, dafür aber ein Mehr an Belastung und Regulierung.

Eine Große Koalition muss die demographischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte für unsere Volkswirtschaft bewältigen. Dies wurde nicht erreicht.

Der Vertrag ist geprägt von rückwärtsgewandter Umverteilung und unverantwortlicher Belastung der jungen Generation, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen für die Zukunft abzusichern. Im Vergleich zum Sondierungsergebnis bedeutet der Koalitionsvertrag eine dramatische Verschlechterung aus Sicht der Wirtschaft.

Lediglich im Bildungsbereich, beim Ausbau der Kinderbetreuung und bei der Neuregelung der Zuwanderung ist Solides und in die Zukunft Gerichtetes erreicht worden.

Ja, es hätte natürlich schlimmer kommen können. Aber es hätte nachhaltig sehr viel besser sein müssen.“