Konjunkturumfrage 2019/2020: Metall- und Elektroindustrie in der Krise

Die Stimmung in der Metall- und Elektroindustrie in Köln und Umgebung hat sich zum Jahreswechsel 2019/2020 deutlich eingetrübt. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage des Arbeitgeberverbandes kölnmetall unter 34 Betrieben mit insgesamt 36.000 Beschäftigten. „Die Ergebnisse geben Anlass zu ernster Sorge“, fasste Wolfgang Reß, Hauptgeschäftsführer von kölnmetall, das Stimmungsbild der Unternehmen zusammen. Mit Blick auf die nächste Tarifrunde mahnte er daher in Richtung IG Metall: „Unsere Unternehmen stehen vor vielfältigen Herausforderungen – das wirtschaftliche Umfeld hat sich nicht nur aufgrund protektionistischer Tendenzen und dem bevorstehenden Brexit stark eingetrübt. Auch steht unsere Industrie durch Mobilitäts- und Energiewende vor einem gewaltigen Umbruch, der nicht über Nacht abgeschlossen sein wird.“ Der nächste Tarifabschluss dürfe die Unternehmen daher nicht überfordern – „weder in der Höhe noch was die Komplexität der gefundenen Regeln angeht“.

Derzeit beurteilen fast die Hälfte der befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht – ein Jahr zuvor traf dies auf lediglich 9,4 Prozent zu. Was die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate angeht, zeigen sich die Unternehmen ebenfalls deutlich pessimistischer gestimmt: 62 Prozent befürchten eine Verschlechterung der Geschäfte im kommenden Halbjahr – dieser Wert hat sich im Vergleich zur letzten Konjunkturumfrage nahezu verdoppelt.

Der Anteil derer, die sich aktuell über eine gute inländische Auftragslage freuen können, ist seit der letzten Umfrage von 31,3 Prozent auf derzeit 14,7 Prozent gesunken. Dagegen beklagen 44 Prozent eine unbefriedigende Inlandsnachfrage. Die aktuelle Auftragslage aus dem Ausland wird von 51,6 Prozent (Vorjahr: 15,6 Prozent) der Unternehmen als schlecht eingestuft, nur 16,1 Prozent (40,6 Prozent) bewerten die Nachfragesituation als gut.

Anlass zur Sorge gibt der Blick in die nähere Zukunft: Mit einer Verbesserung der Auftragslage im Inland in den nächsten sechs Monaten rechnen nur 5,9 Prozent (6,3 Prozent) aller befragten Firmen, 41,2 Prozent (53,1 Prozent) erwarten keine Veränderung. Allerdings ist der Anteil derjenigen, die mit einer schlechteren Auftragslage rechnen, seit der letzten Umfrage nochmals von 40,6 Prozent auf aktuell 52,9 Prozent angestiegen. Was die Erwartungen an die Auftragslage aus dem Ausland im kommenden Halbjahr angeht, macht sich ebenfalls Skepsis breit: So rechnen lediglich 6,5 Prozent (12,5 Prozent) in den kommenden sechs Monaten mit einer Besserung, zeitgleich stieg der Anteil derer, die eine schlechte Auslandsnachfrage befürchten, auf 48,4 Prozent (37,5 Prozent) an.

Wenig Grund zu Optimismus bietet auch die aktuelle Ertragslage: Nur knapp 9 Prozent (31,3 Prozent) der Unternehmen können von guten Erträgen berichten, eine schlechte Ertragssituation beklagen dagegen über 41 Prozent (25 Prozent) der Metallfirmen. Der Ausblick auf das kommende Halbjahr lässt eine weitere Eintrübung erwarten: So rechnen fast 59 Prozent (25 Prozent) mit einer weiteren Verschlechterung. Nur 5,9 Prozent (12,5 Prozent) erwarten eine Besserung der Erträge. Hinsichtlich der Beschäftigungsentwicklung in den letzten sechs Monaten hielten immerhin 42,4 Prozent (43,3 Prozent) der Unternehmen im abgelaufenen Halbjahr an ihrer Belegschaft fest, allerdings mussten fast 40 Prozent (13,3 Prozent) Personal entlassen. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die Kurzarbeit einführen mussten, auf 30,3 Prozent (0,0 Prozent) angestiegen. Parallel dazu wurde in 12,1 Prozent (20,0 Prozent) der Unternehmen Mehrarbeit geleistet.

In den kommenden sechs Monaten wollen 42,9 Prozent (61,3 Prozent) der Firmen der schwachen Konjunktur zum Trotz ihren Personalbestand nicht verändern. Ein Personalabbau steht dagegen bei 42,9 Prozent (16,1 Prozent) der Befragten ins Haus. Mit Kurzarbeit rechnen knapp 30 Prozent im nächsten Halbjahr, 7,1 Prozent (6,5 Prozent) werden aller Voraussicht nach Mehrarbeit anordnen.

Trotz der sich weiter eintrübenden konjunkturellen Aussichten wollen auch 2020 viele Unternehmen an ihrem Ausbildungsengagement festhalten. Fast 68 Prozent (71,9 Prozent) aller Befragten wollen in diesem Jahr die Zahl der Ausbildungsplätze unverändert lassen, weitere rund 15 Prozent (21,9 Prozent) planen sogar eine Steigerung.

Die Investitionsbereitschaft 2020 ist angesichts des wirtschaftlichen Umfelds gesunken: Während im vergangenen Jahr 31,3 Prozent ihre Inlandsinvestitionen ausweiten wollten, sind es aktuell nur 11,8 Prozent. Weniger investieren als 2019 werden gut 35 Prozent (12,5 Prozent). Betrachtet man die Situation an ausländischen Standorten, so wollen lediglich 10,5 Prozent (26,3 Prozent) aller Befragten ihre Investitionen erhöhen. Bei 42,1 Prozent (5,3 Prozent) soll 2020 weniger im Ausland investiert werden.

15. Kölner Arbeitgebertag – Jäger: „Mobilitäts- und Energiewende können wir nur mit der Industrie bewältigen“

„Angesichts von Klima- und Umweltdebatten werde ich nicht müde zu sagen: Viele große Herausforderungen unserer Zeit werden wir nur mit unserer Industrie lösen. Zur Bewältigung der Mobilitäts- und Energiewende ist die Innovationskraft der Wirtschaft mehr denn je gefragt“, eröffnete Michael Jäger, Vorsitzender der ARBEITGEBER KÖLN e. V., den 15. Kölner Arbeitgebertag vor rund 300 Gästen. Doch insbesondere für die Automobilindustrie sei das Klima rauer geworden. Er freue sich daher über das klare Bekenntnis von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu diesem Schlüsselzweig der deutschen Industrie.

Anlässlich der ‚Halbzeit‘ der nordrhein-westfälischen Landesregierung zog Jäger ein positives erstes Fazit: „Unter der schwarz-gelben Landesregierung hat sich die wirtschaftspolitische Grundstimmung in Nordrhein-Westfalen deutlich verbessert. Wo vorher zu viel verhindert und verboten wurde, haben CDU und FDP wichtige Entbürokratisierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht“, lobte er.

Gleichwohl sei NRWs Weg zurück in die Spitzengruppe kein leichter. Man könne nicht erwarten, dass alle Herausforderungen über Nacht verschwänden. Jäger bestärkte daher die Landesregierung eindrücklich, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

In seinem Vortrag zog Ministerpräsident Laschet eine erste Bilanz der Regierungsarbeit der schwarz-gelben Koalition in Nordrhein-Westfalen und betonte noch einmal die Bedeutung der Automobilindustrie für den Wirtschaftsstandort:

„Die Landesregierung ist vor zwei Jahren angetreten, um eine Politikwende einzuleiten und den wirtschaftlichen Riesen Nordrhein-Westfalen zu entfesseln. Mit den Entfesselungspaketen haben wir Bürokratie abgebaut und schnellere Planungsverfahren ermöglicht. Für mehr Flexibilität und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.“ Der Ministerpräsident weiter: „Aber wir wollen mehr: Nordrhein-Westfalen soll wieder in die Spitzengruppe der deutschen Länder. Dafür brauchen wir die Beschleunigung von Prozessen, um die Stärken des Landes zu fördern. Wir stärken Bewährtes, testen Neues, nutzen Innovatives und machen Nordrhein-Westfalen damit zukunftsfähig. Digitalisierung, Energiewende und Klimaschutz sind so große Bereiche, die wir nur gemeinsam mit Wirtschaft und Gesellschaft gestalten können.“

Ein weiteres Highlight des Tages bildete die Diskussionsrunde zum Thema „Transformationsprozesse in der Metall- und Elektroindustrie“ unter Beteiligung von Christiane Benner, 2. Vorsitzende der IG Metall, Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH und Vorstandsmitglied des VDA, sowie Carl Martin Welcker, geschäftsführender Gesellschafter Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG und VDMA-Präsident.

Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte Prof. Dr. Axel Ockenfels, Lehrstuhlinhaber des Kölner Laboratoriums für Wirtschaftsforschung, ‚die perfekte Strategie‘.

Geplantes Aus für Godorfer Hafen: „Ökologischer und ökonomischer Fehler“

Angesichts des bevorstehenden Aus für die Erweiterungspläne des Godorfer Hafens äußerte Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN, scharfe Kritik: „Gute Argumente scheinen in Zeiten politischer Aufgeregtheit nicht mehr zu gelten. Ich halte die Abkehr von den Ausbauplänen für einen ökologischen und ökonomischen Fehler.“  Schließlich gelte es gerade im Sinne der Umwelt, möglichst viele Güterverkehre von der Straße auf umweltfreundlichere Transportwege wie die Wasserstraße zu verlagern. Es passe nicht zusammen, einerseits den Klimanotstand auszurufen und ein Lkw-Durchfahrtverbot in der Innenstadt einzurichten, aber andrerseits auf die Chance zu verzichten, mehrere 10.000 Lkw-Fahrten im Jahr aus der Stadt zu halten. Die Umschlagknoten der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) im Kölner Süden wie im Norden der Stadt müssten gestärkt werden, so Reß. Dort seien viele große Industrien angesiedelt. Ein Verteilzentrum im Kölner Süden, das viele Lkw-Fahrten durch die Stadt überflüssig mache, sei aber nicht nur in ökologischer Hinsicht sinnvoll: „Diverse Gutachten kommen zu dem Schluss, dass der Ausbau des Godorfer Hafens aus volks- und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist.“ Ideologische Scheuklappen seien ein schlechter Ratgeber bei politischen Entscheidungen von großer Tragweite.

Soweit immer wieder suggeriert werde, die Mehrheit der Kölner Bürger wolle eine Entscheidung gegen den Hafenausbau, sei auch dies schlichtweg falsch. „Ich erinnere an eine eigens hierzu angesetzte Bürgerbefragung in Köln im Jahr 2011. Damals verfehlten die Ausbaugegner das erforderliche Quorum von 10 Prozent der Teilnahmeberechtigten. Dieses unbequeme Ergebnis wird in der aktuellen politischen Debatte immer wieder gerne vergessen. Wir sind für Klima- und Umweltschutz, aber es muss ein schlüssiges Konzept dahinterstehen. Ein solches Konzept lässt die Stadt Köln derzeit vermissen“, schloss Reß.

OVG-Urteil zur Luftreinhaltung ARBEITGEBER KÖLN warnt: „Streckenbezogene Fahrverbote sind von zweifelhaftem Nutzen“

„Ich begrüße, dass ein flächendeckendes Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge erst einmal abgewendet wurde“, kommentierte Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes in Münster vom gestrigen Donnerstag. Gleichzeitig warnte er: „Der Nutzen von streckenbezogenen Fahrverboten für die Umwelt ist äußerst zweifelhaft, kann man doch davon ausgehen, dass sich der Verkehr dann auf andere Strecken verlagert.“ Er appellierte daher in Richtung Bezirksregierung Köln, bei der Prüfung, welche konkreten Straßenabschnitte dafür gesperrt und welche Fahrzeuge von den Fahrverboten ausgenommen werden, sehr sorgfältig vorzugehen. „Es kann nicht sein, dass wir die Luftqualität an einer Stelle verbessern, um sie an anderer Stelle zu verschlechtern.“ Es müsse zudem sichergestellt werden, dass insbesondere Wirtschaftsverkehre durch die Verbote nicht zum Erliegen kämen.

Er rate zudem dringend von der derzeit von der Kölner Stadtspitze diskutierten Überlegung ab, den Verkehr auf der Mülheimer Brücke dauerhaft einspurig zu lassen. Die Kölner Brücken seien ohnehin ein Nadelöhr. „Wir können nicht nur mit Einschränkungen und Verboten arbeiten, um die Straßen zu entlasten. Wir müssen den Bürgern ein vernünftiges Angebot machen, um ihr Mobilitätsverhalten zu verändern“, betonte Reß. Er wiederholte daher seine Forderung, alles daran zu setzen, den ÖPNV weiter auszubauen. Aktuell platze der Kölner Nahverkehr aus allen Nähten. Zudem seien noch längst nicht alle Stadtgebiete gut ans Streckennetz angeschlossen. Hier sehe er erheblichen Verbesserungsbedarf. Weiter warb Reß für ein intelligentes Verkehrsmanagement, das zur Verflüssigung des Verkehrs beitrage. Hierzu gehöre auch eine intelligente Ampelschaltung. „Wir müssen weg von der ‚roten Welle‘. Wenn der Verkehr fließen kann, sinkt auch die Belastung an den neuralgischen Punkten“, erklärte Reß. „Bevor wir weitere Verbotsschilder aufstellen, sollten wir grundsätzlich unsere Verkehrsleitung in Köln auf den Prüfstand stellen“, schloss er.

kölnmetall unterstützt MINT-Projekt der Kaiserin-Augusta-Schule

Eine Hymne für Europa schreiben. Nicht mit Noten, sondern mit einer Programmiersprache. So lautete der Auftrag des ‚Coding Cup 2019‘, ausgeschrieben von der Bildungsinitiative ‚Code your Life‘. 50 Schulen aus ganz Deutschland lösten daraufhin die Aufgabe, eine neue Hymne für Europa zu coden und setzten dafür den Microcomputer Raspberry Pi ein. Darunter auch die Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) in Köln. Die 19 Schülerinnen und Schüler der KAS wurden von einer Jury und dem Publikum ins Finale gevotet und dürfen nach Hannover zur IdeenExpo, Europas größtem Event für Naturwissenschaften und Technik, reisen. Hier findet die Siegerehrung im Beisein von Digitalministerin Dorothee Bär statt. Ausgewählten Schülerinnen und Schülern winkt zudem die Chance, ihr Projekt bei der ARD-Wissensshow mit Ranga Yogeshwar vorzustellen. Das hat kölnmetall, Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Köln e. V., so beeindruckt, dass er bei den Fahrtkosten unter die Arme greift. „Das Projekt weckt Lust auf Technik und fördert das Demokratieverständnis. Wir waren daher direkt Feuer und Flamme, als die KAS auf uns zukam“, erläuterte Saskia Dieke von kölnmetall das Engagement des Verbandes. „Schließlich sind gut ausgebildete MINT-Fachkräfte das größte Kapital unserer Unternehmen. Daher wollen wir – ganz im Sinne der Nachwuchsförderung – junge Menschen früh für Technik und Naturwissenschaften begeistern und freuen uns dabei über jeden Mitstreiter.“

Beim ersten Projekttreffen des Differenzierungskurses Informatik der Jahrgangsstufe 9 der Kaiserin-Augusta-Schule wurden Ideen gesammelt und diskutiert – demokratisch, wie man es in Europa eben macht. Am Ende sagte die Schülerin Noura Chabil: „Jedes der 28 EU-Länder hat seine ganz eigene unverkennbare Note, seinen eigenen Sound. Trotzdem gehören alle 28 zusammen und sind miteinander verbunden. Das wollen wir mit unserem Exponat ausdrücken.“

Damit stand das Programm fest. Das Europa-Sound-Element wurde gemeinsam erarbeitet, die einzelnen Länder-Sounds auf die engagierten Projektteilnehmer verteilt. Die Ideen zu ihren Länder-Sounds sowie die Programmcodes haben die Jugendlichen in einem Blog dokumentiert, den Informatik-Lehrerin Jacqueline Anthes eigens für dieses Projekt aufgesetzt hat: „Auch im Informatik-Unterricht geht es darum, Ideen nicht nur umzusetzen, sondern sie auch zu reflektieren und zu präsentieren. Die eigene Arbeit sichtbar zu machen ist eine große Motivation.“

Was es bedeutet sichtbar zu sein und mit der eigenen Arbeit wahrgenommen zu werden, erleben die 19 Schülerinnen und Schüler nun zusammen mit ihrer Lehrerin. Nicht nur dürfen sie zur IdeenExpo reisen, auf einer großen Bühne die Siegerehrung erleben und am Summer Coding Camp teilnehmen, auf dem drei Tage lang gemeinsam programmiert, entdeckt und getüftelt werden darf, ihre Arbeit wird auch vom Arbeitgeberverband kölnmetall belohnt.

„Eine solche Anerkennung erlebt man im Schulalltag selten und sie macht Lust darauf, das zu entdecken, was nach der Schule kommt“, freute sich Lehrerin Anthes. Vielleicht sogar einen Beruf in der Metall- und Elektroindustrie.

Katerfrühstück am Aschermittwoch: Standort auf dem Prüfstand

„Köln wie entfesselt? Wohin entwickelt sich der Wirtschaftsstandort 4.0?“  Unter diesem Motto diskutierten beim 19. Katerfrühstück von ARBEITGEBER KÖLN und NetCologne Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Mit dabei waren unter anderem Landesminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Kölns Stadtdirektor Dr. Stephan Keller.

„Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist ganz entscheidend für eine leistungsfähige Wirtschaft“, betonte Michael Jäger, Vorsitzender der ARBEITGEBER KÖLN e. V., bei seinem Eröffnungsstatement vor rund 200 Gästen über den Dächern Kölns. Doch wer in und um Köln mit Auto oder Bahn unterwegs sei wisse, dass die Verkehrsinfrastruktur am Limit fahre. Ganz eindringlich warnte Jäger vor der derzeit diskutierten Express-Busspur auf der Aachener Straße: „Bei einem Arterienverschluss der Hauptverkehrsader im Westen der Stadt ist der Verkehrsinfarkt nicht mehr in weiter Ferne.“ Gut gemeinter Aktionismus führe nur zu noch mehr Stau und helfe am Ende auch nicht bei der Verbesserung der Luftqualität.

Doch nicht nur die Verkehrsinfrastruktur sei ein wichtiger Faktor für einen Wirtschaftsstandort. Mit den Entfesselungsgesetzen sei die nordrhein-westfälische Landesregierung angetreten, die Wirtschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland von ihren Fesseln zu befreien. Noch immer hinke das Schwergewicht Nordrhein-Westfalen bei der wirtschaftlichen Entwicklung hinterher. Jäger begrüßte daher die ergriffenen Maßnahmen, gab aber gleichzeitig zu bedenken: „Vieles braucht Zeit, um Wirkung zu entfalten. Die Entfesselung des angeschlagenen Riesen NRW ist eher ein Marathon, denn ein Kurzstreckenlauf.“

Wie wichtig eine übergeordnete Digitalstrategie für Kölns Wirtschaft ist, betonte in diesem Zusammenhang NetCologne Geschäftsführer Timo von Lepel. Die Basis für den digitalen Wirtschaftsstandort 4.0 sei bereits gelegt: „Köln nimmt mit Blick auf den Ausbau der digitalen Infrastruktur deutschlandweit schon heute eine Spitzenposition ein. Mit der aktuellen Digitaloffensive werden bis 2022 70 Prozent aller Haushalte und Gewerbe über einen direkten Glasfaseranschluss verfügen. Darüber hinaus hat die Stadt das dichteste kostenfreie WLAN-Netz und auch im Bildungssektor sind bereits alle Kölner Schulen mit Glasfaser ausgestattet.“ Jetzt gelte es, die digitale Zukunft Kölns zu gestalten.

In seinem Impulsvortrag erklärte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Mit der Entfesselungsoffensive hat die Landesregierung gleich zu Beginn alle für die Wirtschaft relevanten Gesetze, Verordnungen und Regelungen auf den Prüfstand gestellt. Ergebnis: In den ersten drei Entfesselungspaketen haben wir 40 Gesetze, Verordnungen und Regelungen abgeschafft oder vereinfacht, weitere Pakete sind in Vorbereitung. Ziel sind unkomplizierte und schlanke Regeln und Verfahren, die mehr Freiraum für Eigeninitiative und Innovationen ermöglichen.“

„Die Wirtschaft erwartet zu Recht von uns, dass wir unsere Hausaufgaben machen und ein leistungsfähiger Dienstleister sind“, so Stadtdirektor Dr. Stephan Keller. „Dazu gehören schnelle Genehmigungsverfahren genauso wie umfassende digitale Services. Mit der Verwaltungsreform werden wir moderner und leistungsfähiger; dafür stehen beispielsweise die Einführung des elektronischen Gewerbeanmeldeverfahrens und das Projekt zur Beschleunigung von Baugenehmigungsprozessen mit der Einführung der digitalen Bauakte. Als größte kommunale Bauaufsichtsbehörde in NRW gehört die Stadt Köln zu einer der sechs Pilotkommunen bei der durch das Land NRW beabsichtigten Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens. Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Qualität machen die Verwaltung zu einem Partner der Wirtschaft“, so Dr. Keller zusammenfassend.

Konjunkturumfrage 2018/2019: Trübe Aussichten in der Kölner Metallindustrie

„Unsere Unternehmen sind aktuell pessimistischer gestimmt als noch zum Jahreswechsel 2017/2018“, fasste Wolfgang Reß, Hauptgeschäftsführer von kölnmetall | Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Köln e. V., die Ergebnisse der heute veröffentlichten Konjunkturumfrage des Verbandes zusammen. Die „trüben Aussichten“ machten sich an mehreren Indikatoren bemerkbar – besonders deutlich werde dies bei den Geschäfts-, Auftrags- und Ertragserwartungen für die nächsten sechs Monate. Hierbei spiele sicherlich auch die Sorge vor einem ungeordneten Brexit eine Rolle, dessen Auswirkungen auf die hiesige Wirtschaft noch nicht ganz abzuschätzen seien.

Doch es gebe auch Licht am Horizont: Die Beschäftigungsentwicklung der letzten sechs Monate sei stabil, zudem wolle das Gros der Firmen auch in den nächsten sechs Monaten an ihren Stammbelegschaften festhalten. Anlass zur Freude gebe zudem das weiterhin hohe Ausbildungsengagement der Unternehmen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Köln und Umgebung zeigen sich mit ihrer aktuellen Geschäftslage zum Jahreswechsel etwas weniger zufrieden als ein Jahr zuvor. Während damals 50 Prozent ihre aktuelle Lage als gut bewerteten, sind es in der aktuellen Befragung nur noch 40,6 Prozent. Die Hälfte stuft die momentanen Geschäfte als immerhin befriedigend ein (Vorjahr: 33,3 Prozent), die verbleibenden 9,4 Prozent (16,7 Prozent) berichten von einer schlechten Lage.

Was die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate angeht, zeigen sich die Unternehmen deutlich pessimistischer: So erwarten nur 3,1 Prozent (12,5 Prozent) der Befragten eine bessere, 62,5 Prozent (79,2 Prozent) eine gleichbleibende Entwicklung. 34,4 Prozent (8,3 Prozent) befürchten eine Verschlechterung, ihr Anteil ist gegenüber der vorangegangenen Konjunkturumfrage damit merklich gestiegen.

Der Anteil derer, die sich aktuell über eine gute inländische Auftragslage freuen können, ist seit der letzten Umfrage von 37,5 Prozent auf derzeit 31,3 Prozent gesunken. 56,3 Prozent (45,8 Prozent) berichten von einer befriedigenden Auftragslage. Allerdings beschreiben 12,5 Prozent (16,7 Prozent) die derzeitige Inlandsnachfrage als schlecht. Die aktuelle Auftragslage aus dem Ausland wird von 40,6 Prozent (50,0 Prozent) der Unternehmen als gut eingestuft, ihr Anteil ist um 9,4 Prozentpunkte zurückgegangen. 43,8 Prozent (37,5 Prozent) sprechen von einer befriedigenden Lage, 15,6 Prozent (12,5 Prozent) beklagen dagegen eine schlechte Nachfragesituation.

Anlass zur Sorge gibt der Blick in die nähere Zukunft: Mit einer Verbesserung der Auftragslage im Inland in den nächsten sechs Monaten rechnen nur 6,3 Prozent (8,3 Prozent) aller befragten Firmen, 53,1 Prozent (75,0 Prozent) erwarten keine Veränderung. Allerdings ist der Anteil derjenigen, die mit einer schlechteren Auftragslage rechnen, seit der letzten Umfrage von 16,7 Prozent auf aktuell 40,6 Prozent angestiegen. Was die Erwartungen an die Auftragslage aus dem Ausland im kommenden Halbjahr angeht, macht sich ebenfalls Skepsis breit: So erwarten mit 37,5 Prozent (12,5 Prozent) deutlich mehr Unternehmen eine Verschlechterung der Geschäfte als noch vor Jahresfrist. 50,0 Prozent (75,0 Prozent) gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, nur 12,5 Prozent (12,5 Prozent) rechnen in den kommenden sechs Monaten mit einer Besserung.

Etwas besser als ein Jahr zuvor sieht die aktuelle Ertragslage aus: Rund 31 Prozent der Unternehmen können von guten Erträgen berichten, zuvor waren es nur 25,0 Prozent. Weitere 43,8 Prozent (41,7 Prozent) beschreiben ihre Situation zumindest als befriedigend. Allerdings beklagt ein Viertel (33,3 Prozent) der Metallfirmen eine schlechte Ertragssituation. Der Ausblick auf das kommende Halbjahr zeugt dagegen von schwindendem Optimismus: Nur 12,5 Prozent (16,7 Prozent) rechnet mit einer Besserung der Erträge, 62,5 Prozent (62,5 Prozent) glauben an eine gleichbleibende Entwicklung. Eine schlechtere Ertragsentwicklung befürchtet ein Viertel, im Vorjahr waren es knapp 21 Prozent.

Positiv zu bewerten ist die Beschäftigungsentwicklung in den letzten sechs Monaten: 43,3 Prozent (44,0 Prozent) der Unternehmen haben im abgelaufenen Halbjahr Neueinstellungen vorgenommen, bei weiteren 43,3 Prozent (40,0 Prozent) blieb die Zahl der Beschäftigten unverändert. Nur 13,3 Prozent (16,0 Prozent) mussten Entlassungen im vornehmen. In den kommenden sechs Monaten wollen 61,3 Prozent (44,0 Prozent) der Firmen unverändert an ihrer Belegschaft festhalten. Mehr Personal wird bei 22,6 Prozent benötigt, im Vorjahr lag der Wert bei 32 Prozent. Ein Personalabbau steht dagegen bei 16,1 Prozent (24,0 Prozent) der Befragten ins Haus.

Trotz der sich eintrübenden konjunkturellen Aussichten wollen auch 2019 viele Unternehmen an ihrem Ausbildungsengagement festhalten. 71,9 Prozent (79,2 Prozent) aller Befragten wollen in diesem Jahr die Zahl der Ausbildungsplätze unverändert lassen, weitere knapp 22 Prozent (12,5 Prozent) planen sogar eine Steigerung. Eine rückläufige Ausbildungsbereitschaft zeichnet sich lediglich bei 6,3 Prozent (8,3 Prozent) der Unternehmen ab.

ARBEITGEBER KÖLN plädieren dringend an den Rat, von einer Einschränkung des Verkehrsflusses auf der Aachener Straße abzusehen

Mit Befremden und Verärgerung verfolgen die ARBEITGEBER KÖLN Überlegungen im Kölner Stadtrat, im Rahmen der Entscheidung über einen Ausbau der Ost-West-Bahntrasse eine Einschränkung der Aachener Straße durch eine Express-Busspur vornehmen zu wollen. „Wer für eine weitere Einschränkung des Individualverkehrs auf der Aachener Straße eintritt, legt endgültig die Axt an eine der wesentlichen Verkehrsadern in die Kölner Innenstadt. Schon heute ist der Verkehrsfluss auf der Aachener Straße eine Katastrophe. Seit Jahrzehnten gelingt es trotz aller Zusagen der Politik nicht, das veraltete Ampelmanage-ment in eine sinnvolle und abgestimmte Steuerung zu überführen“, so Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN. Selbst bei vergleichsweise geringem Verkehrsaufkommen ist in Teilen der Aachener Straße stadteinwärts ein Vorankommen deutlich mit Einschränkungen und Hindernissen verbunden. Der morgendliche Berufsverkehr, insbesondere auch gespeist durch einen der zentralen Autobahnzubringer nach Köln, führt schon heute oftmals zum völligen Stillstand. In den Zonen, in denen die Aachener Straße schon heute einspurig geführt wird, z.B. im Bereich der Haltestelle Weiden Schulstraße, ist ein Vorgeschmack davon zu bekommen, was eine einspurige Verkehrsführung an Rück-staus verursacht. Die Straße in ihrer vollen Länge auf eine Spur für den Individualverkehr zu verengen, würde diesen Zustand zu einer unakzeptablen Regel machen. „Die mit dem Prestigeobjekt des Lövenicher Tunnels komfortabel und modern ausgebaute Autobahnabfahrt von der A1 würde quasi schlagartig auf einer einspurigen Dorfstraße enden“, so Wolfgang Reß. Niemand, der von der Autobahn abfährt, hat die Chance, Parkmöglichkeiten zu erreichen, um den Umstieg in einen Expressbus vorzunehmen. Der Park and Ride Parkplatz Weiden West ist bereits in den frühesten Morgenstunden überfüllt und wäre auch erst in einigen Kilometern stadtauswärts zu erreichen.

Ausweichruten über den Gregor-Mendel-Ring und Widdersdorfer Straße sind durch den Zufluss neu entstandener Wohn- und Industriegebiete im Berufsverkehr hoffnungslos überlastet und auch hier fehlt der politische Wille, für eine erforderliche Aufrüstung der Verkehrsinfrastruktur zu sorgen.

Nach alledem appellieren die ARBEITGEBER KÖLN dringend an den Rat, sich mit den realen Verkehrsverhältnissen auf der Aachener Straße auseinanderzusetzen und von einer solch überstürzten Entscheidung abzusehen.

14. Kölner Arbeitgebertag: ARBEITGEBER KÖLN verleihen Integrationspreis an drei Unternehmen

„Wir brauchen dringend arbeitsmarktorientierte Zuwanderung, um den Fachkräftebedarf der Wirtschaft zu decken“, forderte Michael Jäger, Vorsitzender von ARBEITGEBER KÖLN, anlässlich des 14. Kölner Arbeitgebertages vor rund 300 Gästen. Allein durch die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten könne die Fachkräftelücke nicht geschlossen werden. „Asyl ist ein Akt der Menschlichkeit, qualifizierte Zuwanderung eine Notwendigkeit“, schloss Jäger.

Vor dem Hintergrund des Urteils des Verwaltungsgerichts Köln zu Diesel-Fahrverboten in Köln erneuerte Jäger seine Forderungen nach weitreichenden Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen insbesondere für Wirtschaftsverkehre, damit Köln nicht zum Stillstand komme. Nachdem was bisher zur Entscheidung bekannt sei, habe er zudem erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Arbeitgebertages war die Rede von NRW-Integrationsminister Stamp zum Thema „Einwanderungsland NRW – Migration als Herausforderung und Chance“. Im Beisein des Ministers fand auch die Preisverleihung des Integrationspreises der ARBEITGEBER KÖLN statt, in deren Rahmen drei Unternehmen für ihr vorbildliches Engagement in Sachen Integration ausgezeichnet wurden. Minister Stamp gratulierte den Unternehmen: „Mit Ihrem Engagement leisten Sie einen hervorragenden Beitrag zur Integration. Sie übernehmen damit eine Vorbildfunktion für andere Unternehmen. Integration in den Arbeitsmarkt ist eine der Grundvoraussetzungen für Integration in die Gesellschaft.“

Jäger zeigte sich ebenfalls begeistert über die Vielzahl beeindruckender Unternehmensbewerbungen im Zusammenhang mit dem Integrationspreis. Sie seien eindrucksvoller Beweis, dass Vielfalt längst gelebte Realität in der Wirtschaft sei.

Den Integrationspreis der ARBEITGEBER KÖLN erhielten folgende Unternehmen:

  • Elektrohaus Bernhard Günther GmbH & Co. KG
  • rahm Zentrum für Gesundheit GmbH
  • START NRW GmbH

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung bildete der Vortrag von Friedrich Merz, Vorsitzender der Atlantik-Brücke e. V., der zum Thema „Donald Trump und die USA: Ende der Pax Americana?“ vortrug.

ARBEITGEBER KÖLN lobt Integrationspreis aus: Der Preis wird von NRW Integrationsminister Dr. Joachim Stamp verliehen

Der Integrationspreis ist eine Initiative der ARBEITGEBER KÖLN e.V. und wird vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Die Verleihung findet im Rahmen des Kölner Arbeitgebertages am 14.11.2018 im Hotel Pullman Cologne statt.

„Arbeitsmarktintegration ist der Schlüssel zur Integration in die Gesellschaft. Viele Unternehmen leisten hier Vorbildliches. Dieses Engagement möchten wir mit dem Integrationspreis nach außen hin sichtbar machen“, erklärte Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN, die Initiative des Verbandes. Gleichzeitig hoffe er, die positiven Beispiele würden viele Nachahmer finden.

Der Preis wird an Unternehmen verliehen, die die Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Zuwanderungsgeschichte fördern und sich im besonderen Maße für Diversität einsetzen. Die Ausschreibung erfolgt in den Kategorien:

  1. Unternehmen aus dem Handwerk
  2. Unternehmen mit 5 – 250 Mitarbeiter/innen
  3. Unternehmen mit über 250 Mitarbeiter/innen

Bewerben kann sich jedes Unternehmen mit Sitz in Köln und den angrenzenden Kreisen.

Die Bewerbungsfrist beginnt ab sofort und endet am 26. Oktober 2018. Eine fachkundige Jury mit Vertretern aus der Kölner Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird die eingegangenen Bewerbungen sichten und den jeweiligen Gewinner auswählen.

„Nordrhein-Westfalen steht mit 4,6 Millionen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte wie kein anderes Bundesland für Weltoffenheit, Vielfalt und Zuwanderung. NRW ist nicht nur die Heimat derjenigen, die hier geboren sind, sondern genauso für die, die im Ausland geboren und eingewandert sind“, so Minister Dr. Joachim Stamp.

 

Der Preis soll zeigen, dass Integration von Migrantinnen und Migranten auf vielerlei Ebenen in Deutschland gelingt und die Wirtschaft kontinuierlich stärkt. Sie trägt zur Vielfalt der Beschäftigtenstruktur in Unternehmen bei und beeinflusst das gesellschaftliche Zusammenleben positiv.

Weitere Informationen zum Preis für Integration der ARBEITGEBER KÖLN 2018 sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter https://www.arbeitgeber-koeln.de/arbeitgebertag/