Katerfrühstück 2026: Köln.Gemeinsam.Machen! – Politischer Aschermittwoch in Köln mit klaren Erwartungen an die Stadtspitze: Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Stadtspitze folgten der Einladung von ARBEITGEBER KÖLN und NetCologne zum Katerfrühstück – der wichtigsten „Aftershow-Party“ nach Karneval. Pünktlich um 11:11 Uhr begrüßten die Gastgeber Timo von Lepel, Geschäftsführer NetCologne, und Gunnar Herrmann, Vorstand ARBEITGEBER KÖLN, die Gäste – allerdings leider zum letzten Mal in der Traditionslocation im Pullman Hotel Köln, da dieses zum Jahresende schließt.
Im Mittelpunkt des Events: Kölns neuer Oberbürgermeister Torsten Burmester. Unter dem Motto „Köln.Gemeinsam.Machen!“ stellte er sich den Fragen und Erwartungen der Unternehmer:innen – keine leichte Aufgabe, denn es geht um nichts Geringeres als die Zukunft unserer Stadt.
Deutlich wurde:
Sauberkeit und Sicherheit sind keine Nebenthemen. Sie prägen Wahrnehmung, Investitionsbereitschaft und Lebensgefühl. Louise Farina, Inhaberin von Farina est. 1709, sprach Klartext zum Zustand der Innenstadt. Verwahrlosung sei ein „Frontproblem“, das schnelle Lösungen brauche – viele Kölner:innen kämen nicht mehr gern in die City.
Dr. Sandra von Möller, Vorsitzende im Kölner Wirtschaftsrat, sieht erste Aufbruchssignale in der neuen Stadtführung – nun komme es auf starke Führung und Mut zur Entscheidung an.
Frank Blase, Chairman of the Board der igus GmbH, formulierte es so: „Ich erwarte von der Politik den gleichen Mut und die Entschlossenheit, wie wir sie in der Industrie zeigen.“
Optimistisch blickte Marc Kley vom Gateway Excellence Start-up Center der Universität zu Köln auf die starke Start-up-Szene und Innovationskraft in Forschung und Technik. Sein Appell: Erfolgreiche Start-ups benötigen qualifizierte Mitarbeitende (Talents), die gibt es in Köln – allerdings müssen die Rahmenbedingungen – wie verfügbarer Wohnraum und bezahlbare Lebenshaltungskosten – stimmen
Der Oberbürgermeister zeigte sich offen für die Unterstützungsangebote aus den Unternehmen. Köln brauche eine starke Wirtschaft – und viele Menschen seien bereit, Verantwortung für Stadt und Standort zu übernehmen. Bei aller Zuschreibung von „Macher-Qualitäten“ blieb er bodenständig: Auch ein Macher müsse politische Entscheidungswege einhalten.
Ein kleiner, augenzwinkernder Moment durfte dennoch nicht fehlen: Mit Blick auf die Bewerbung „KölnRheinRuhr“ als Austragungsort der Olympischen Spiele träumte er davon, „einmal gegen Markus Söder zu gewinnen“ und die Münchner Konkurrenz auszustechen.
Locker und professionell moderiert wurde das Katerfrühstück – wie schon im Vorjahr – von Gesa Eberl, ntv.
Fazit: Der politische Aschermittwoch hat gezeigt, wie groß die Erwartungen – aber auch die Bereitschaft zur Mitgestaltung – in Köln sind. Wirtschaft und Stadtspitze suchen den Schulterschluss. Jetzt kommt es darauf an, Aufbruchsstimmung in konkrete Entscheidungen zu übersetzen – mit Klarheit, Tempo und dem gemeinsamen Willen, Köln nachhaltig nach vorn zu bringen.
Fotos: Constantin Ehrchen


















































