11:02 11:02

Kölner Arbeitgeber gratulieren Henriette Reker zum Wahlsieg und bieten konstruktiven Dialog an

Genesung steht jetzt im Vordergrund

Die Kölner Arbeitgeber gratulieren Henriette Reker zum deutlichen Wahlsieg bei der Oberbürgermeisterwahl in Köln. Mit ihr als zukünftiger Oberbürgermeisterin Kölns gewinne die Stadt eine profilierte Persönlichkeit und ausgewiesene Verwaltungsexpertin, die für einen Neustart in der Millionenstadt stehe, kommentierte Michael Jäger, Vorsitzender der ARBEITGEBER KÖLN e.V., den Ausgang der Wahl.

Jäger zeigte sich zugleich bestürzt über das feige Attentat auf Rekers Leben. Die Genesung Frau Rekers stehe jetzt vor allen anderen Fragen im Vordergrund: „Wir hoffen, dass Frau Rekers Gesundheit weiterhin gute Fortschritte macht. Unsere Gedanken sind bei ihr und den anderen Verletzten.“ Nach einer solch unfassbaren Tat sei es kaum möglich, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Die drängenden Probleme der Stadt forderten allerdings mehr denn je eine zupackende und pragmatische Erste Bürgerin. Neben der Unterbringung von Flüchtlingen stehe Köln angesichts klammer Kassen vor einer Reihe von Herausforderungen. „Wir bieten Frau Reker in allen Belangen einen konstruktiven Dialog an.“, betonte Jäger. Aus Sicht der Wirtschaft sei ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Köln sowie eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur von besonderer Bedeutung. Auch habe der fremdenfeindlich motivierte Anschlag nochmals verdeutlicht, wie wichtig es sei, die Gesellschaft bei tiefgreifenden Veränderungen „mitzunehmen“, um so dem Hass den Nährboden zu entziehen. Dies sehe er als Aufgabe aller, bei der die ARBEITGEBER KÖLN e.V. ihren Teil leisten wollten.

14:44 14:44

BDA: Flüchtlinge schnellstmöglich in Arbeitsmarkt integrieren

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die BDA:

Wir müssen die gute Arbeitsmarktlage nutzen, um Asylsuchende mit hoher Bleibeperspektive und Geduldete schnellstmöglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Nur so können sie sich aus der Hilfsbedürftigkeit befreien und selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen. Dazu brauchen wir in erster Linie einen raschen und unkomplizierten Zugang zu Sprachkursen.

Die Pläne für ein Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz sind unzureichend und zum Teil sogar kontraproduktiv. Wir müssen für Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive, die einen Ausbildungsplatz finden, für die Zeit der gesamten Ausbildung sowie für zwei weitere Jahre einen rechtssicheren Aufenthalt gewährleisten, wenn sie vom Betrieb übernommen werden.

Zudem sollte befristet für die nächsten drei Jahre die Vorrangprüfung für Asylsuchende mit hoher Bleibeperspektive und Geduldete abgeschafft werden, um Flüchtlinge schnell in Beschäftigung bringen zu können. Auch das im Gesetzentwurf faktisch vorgesehene Verbot zur Aufnahme einer Tätigkeit in der Zeitarbeit in den ersten 15 Monaten sollte für Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive entfallen.

Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive dürfen nicht bis zu sechs Monate in Erstaufnahmeeinrichtungen mit einem Beschäftigungsverbot belegt werden, sondern sollten spätestens nach drei Monaten eine Ausbildung oder Beschäftigung aufnehmen können. Auch darf nicht durch eine Verkürzung des Duldungszeitraums noch mehr Bürokratie und Unsicherheit bei Unternehmen geschaffen werden, die bereit sind, Geduldete zu beschäftigen oder auszubilden.

12:15 12:15

„Jetzt erst recht: Wählen gehen und Verantwortung übernehmen!“

IHK Köln und Arbeitgeber Köln machen Mut für ein zukunftsfähiges Köln und appellieren für schnelle Einigung auf einen neuen, zeitnahen Wahltermin

Die Verschiebung der OB-Wahl und das Chaos rund um die Organisation schadet dem Standort Köln, so die Industrie- und Handelskammer zu Köln und ARBEITGEBER KÖLN e.V. „Die Versuchung ist groß, frustriert die Hände in den Schoß zu legen und über die Verwaltung zu schimpfen“, sagt Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. „Aber: Institutionen, Organisationen, Verbände, Unternehmen und viele verantwortungsvolle Einzelpersonen sind unermüdlich dabei, für die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu kämpfen. Köln hat als Wirtschaftsstandort und Lebensraum so viel Potenzial und so viele frische Ideen, dass wir alle gemeinsam sagen müssen: Jetzt erst recht!“ Umso wichtiger sei es, wählen zu gehen.

Wolfgang Reß, Geschäftsführer von ARBEITGEBER KÖLN, sagt: „Die Absage des Wahltermins am 13. September ist folgerichtig. Wahlunterlagen müssen neutral sein, es muss Chancengleichheit für jede Kandidatin, jeden Kandidaten geben, der sich um ein politisches Amt bewirbt. Wir bedauern sehr, dass dieser Grundsatz auf die Wahlunterlagen für die OB-Wahl am 13. September nicht zutrifft.“ Die Verschiebung der Wahl sei nicht nur für die Kandidatinnen und Kandidaten, sondern auch für Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft frustrierend.

11:23 11:23

Arbeitgeberpräsident Kramer: Beschäftigung von Flüchtlingen notwendig, aber kein Selbstläufer – Fremdenhass entschieden bekämpfen

Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich insgesamt weiterhin positiv. Das bietet gleichermaßen Chancen für unsere inländischen Arbeitslosen wie für Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Vertreibung und politischer Verfolgung Zuflucht bei uns finden. Die einen dürfen nicht gegen die anderen ausgespielt werden.

Die frühzeitige Integration in Ausbildung, Beschäftigung und in die Gesellschaft insgesamt ist für ankommende Menschen, die auf jeden Fall lange oder auf Dauer in Deutschland bleiben, in unserem ureigenen Interesse. Damit dies gelingen kann, müssen auf allen Ebenen weitere Anstrengungen unternommen und aufnahmebereite Betriebe massiv unterstützt werden. Die Beschäftigung von Flüchtlingen ist kein Selbstläufer, sondern auch für engagierte Unternehmen eine extrem schwierige Aufgabe. Gerade bei der Kompetenzfeststellung und Sprachförderung muss deutlich mehr investiert werden.

Für Menschen aus schwierigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen, die aber nicht Verfolgte im Sinne des Asylrechts sind und deshalb umgehend wieder ins Herkunftsland zurückkehren müssen, ist die Beschleunigung des Asylverfahrens dringend geboten. Jeder Asylsuchende muss selbstverständlich einfühlsam und fair behandelt werden. Hass, Beleidigungen oder Gewalt gegen Asylsuchende sind unabhängig von der jeweiligen Bleibeperspektive völlig inakzeptabel.

13:00 13:00

OB-Wahl 2015: Ich gehe wählen!

Genau einen Monat vor der Wahl der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters stellten ARBEITGEBER KÖLN, DGB Köln-Bonn, Handwerkskammer zu Köln und IHK Köln ihre gemeinsame Aktion „OB-Wahl 2015: Ich gehe wählen!“ vor. In Zeiten immer geringerer Wahlbeteiligung ist die Intention dieser gemeinsamen Aktion, die Kölnerinnen und Kölner aufzurufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Am 13. September gilt es, mitzuentscheiden, wer für die kommenden fünf Jahre erste Bürgerin/erster Bürger der Stadt Köln sein soll.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen Mitglieder der Institutionen, die mit ihrem Gesicht und einem persönlichen und individuellen Statement dafür werben, wählen zu gehen. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben mitgemacht – und es kommen täglich mehr dazu. „Wir freuen uns über die rege Teilnahme unserer Mitglieder an der Aktion. Wer in einer Demokratie leben möchte, darf nicht nur die Freiheits- und Gleichheitsrechte für sich in Anspruch nehmen. Für den Fortbestand der Demokratie ist es unerlässlich, dass wir aus dem Recht auf Wahl aus eigener Verantwortung heraus eine Wahlpflicht für uns formulieren“, sagte Wolfgang Reß, Geschäftsführer von ARBEITGEBER KÖLN.

Andreas Kossiski, Vorsitzender des DGB Köln, schloss sich an: „Für viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ist es selbstverständlich, wählen zu gehen. Es gibt viele Gründe! Einen haben wir in unseren Wahlaufruf aufgenommen: Wer nicht wählen geht, überlässt anderen die Entscheidung. Auf unserer Homepage finden Sie unter dem Motto ‚Ich gehe wählen, weil…‘ über 100 weitere gute Gründe von unseren Vorstandsmitgliedern sowie von Betriebs- und Personalräten.“

Dr. Ortwin Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln, erklärte zur gemeinsamen Aktion: „Handwerksunternehmen sind ihrem Standort eng verbunden und engagieren sich auch häufig in ihrem Veedel. Sie versorgen die Wohnbevölkerung der Städte mit individuellen Dienstleistungen. Die Abwanderung an einen anderen Standort oder gar ins Ausland kommt nicht in Frage. Umso mehr ist das Handwerk […]