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Bilanz 2019: Metall- und Elektro-Industrie noch tiefer in der Rezession

Produktion lag im Gesamtjahr 2019 um 5,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Hoffnung auf Ende der Talfahrt verfrüht.

Berlin. Die Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) hat das Jahr 2019 mit einem deutlichen Minus in der Produktion abgeschlossen. Durch schwache Dezemberwerte ist die Branche im vierten Quartal 2019 noch einmal tiefer in die Rezession gerutscht. Im Gesamtjahr 2019 lag die M+E-Produktion laut Statistischem Bundesamt um 5,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.
Dabei ist die Automobilindustrie als Schlüsselindustrie in Deutschland mit minus 11,6 Prozent ein Haupttreiber dieser Entwicklung. Elektroindustrie (minus 5,3 Prozent), Hersteller von Metallerzeugnissen (minus 3,5 Prozent) und Maschinenbau (minus 3,4 Prozent) sind als wichtige Zulieferbereiche in den Sog der rückläufigen Entwicklung der Automobilindustrie geraten.
Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr. Michael Stahl: „Die aktuellen Daten zeigen, dass die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt verfrüht war. Die Fakten haben nicht gehalten, was die verbesserten Stimmungsindikatoren versprochen hatten.“
Auch bei den Auftragseingängen fällt die Jahresbilanz enttäuschend aus. Sie lagen 2019 um minus 6,1 Prozent unter dem Wert von 2018. Dabei sind die Inlandsaufträge (minus 6,4 Prozent) noch etwas stärker zurückgegangen als die Auslandsaufträge (minus 5,8 Prozent). Hier zeigt sich unter anderem die Investitionsschwäche der heimischen Wirtschaft. Besserung ist weiterhin nicht in Sicht.
Die Auftragseingänge sind im 4. Quartal gegenüber dem 3. Quartal saisonbereinigt um 0,3 Prozent gesunken. Die Entwicklung bei den Inlandsaufträgen ist mit minus 3 Prozent besonders enttäuschend. Auslandsaufträge (plus 1,6 Prozent) hingegen stützen das Geschäft. Vor allem der Maschinenbau (minus 5,3 Prozent) und die Metallerzeugnisse (minus 2,8 Prozent) haben sich schwach entwickelt. Hoffnung auf langsamere Besserung gibt es in der Elektroindustrie (plus 0,4 Prozent) und in der Automobilindustrie (plus 0,4 Prozent). Hier zeigte sich vor allem eine Besserung bei den Inlandsaufträgen (plus 1,8 Prozent).
Für das Jahr 2020 erwartet Gesamtmetall bestenfalls eine […]

15:20 15:20

Metall-Tarifrunde 2020: Erste vorgezogene Tarifverhandlung in NRW hat stattgefunden – Kirchhoff: „Wir brauchen jetzt einen konzentrierten und ergebnisoffenen Verhandlungsprozess!“

Die Tarifparteien der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie haben sich am Mittwoch in Düsseldorf zur ersten vorgezogenen Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs getroffen. Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, betonte, das Vorziehen der Gespräche zur Tarifrunde 2020 sei Ausdruck des Bemühens beider Seiten, angesichts der schlechten Konjunktur und der großen Herausforderungen des Strukturwandels möglichst schnell tragfähige Lösungen zu entwickeln. „Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt mit der IG Metall in NRW in einen konzentrierten, konstruktiven und ergebnisoffenen Verhandlungsprozess einsteigen“, sagte Kirchhoff. Für den 12. und 19. Februar seien weitere Gesprächstermine mit der Gewerkschaft vereinbart worden.

Ziel sei es, tarifliche Rahmenvereinbarungen zu entwickeln, die die Betriebe im Transformationsprozess unterstützten und gleichzeitig der unsicheren und angespannten konjunkturellen Lage gerecht würden. „Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Gerade jetzt muss sich Sozialpartnerschaft beweisen“, erklärte der NRW-Metallarbeitgeberpräsident. Wenn es nun gelinge, diesem Anspruch gerecht zu werden, würden viele Unternehmen neue Instrumente im Rahmen von Kurzarbeit und Transformation nutzen können. Hierfür müssten die Tarifparteien ihnen allerdings echte Alternativen zum Personalabbau aufzeigen. „Es könnte sich lohnen, dieses Angebot der Tarifparteien abzuwarten“, sagte Kirchhoff.

Quelle: METALL NRW

11:12 11:12

M+E-Konjunktur im November 2019: Branche bleibt das gesamte Jahr in der Rezession

Berlin. Die Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) in Deutschland bleibt auch zum Jahresende in der Rezession stecken. Nach Daten des Statistischen Bundesamts für November 2019 ist keine spürbare Verbesserung im Produktionsniveau zu erkennen. So lag die M+E-Produktion im Durchschnitt der Monate Oktober und November saisonbereinigt um zwei Prozent unter dem Wert des dritten Quartals. Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr. Michael Stahl: „Damit ist schon jetzt klar, dass die M+E-Industrie das Jahr mit einem Minus von gut fünf Prozent in der Produktion abschließen wird und 2019 komplett als Rezessionsjahr verbuchen muss. Das ist das größte Minus seit der Wirtschaftskrise 2009.“

Von Januar bis November lag die M+E-Produktion um minus 5,2 Prozent unter dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraumes. Dabei bestimmt weiterhin der Automobilbau mit minus 11 Prozent das Tempo des Rückgangs, gefolgt von der Elektroindustrie mit minus 4 Prozent.

Auch eine Wende in der M+E-Konjunktur ist nach wie vor nicht auszumachen. Die Auftragseingänge im November sind mit minus 3,8 Prozent gegenüber dem Vormonat sehr enttäuschend ausgefallen. Von Januar bis November 2019 sind die Auftragseingänge gar um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Während sich hier das Minus im Automobilbau (minus 3,8 Prozent) langsam abschwächt, geraten der Maschinenbau (minus 9,8 Prozent) und die Elektroindustrie (minus 5,1 Prozent) noch stärker in den Abwärtstrend.

Durch den Rückgang der Produktion sehen sich die Unternehmen gezwungen, Beschäftigung abzubauen. Seit Mai 2019 sinkt daher die Zahl der Mitarbeiter; bis Oktober um rund 16.000. Gleichzeitig gab es im September nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) 56.000 Arbeitnehmer in konjunkturell bedingter Kurzarbeit. Im 4. Quartal 2019 haben die Unternehmen Kurzarbeit für rund 100.000 Personen bei der BA angezeigt. Das war fünfmal so viel wie im ersten Quartal 2019.

Stahl weiter: „Die M+E-Industrie muss sich auch zu Jahresbeginn auf […]

12:24 12:24

Konjunkturumfrage 2019/2020: Metall- und Elektroindustrie in der Krise

Die Stimmung in der Metall- und Elektroindustrie in Köln und Umgebung hat sich zum Jahreswechsel 2019/2020 deutlich eingetrübt. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage des Arbeitgeberverbandes kölnmetall unter 34 Betrieben mit insgesamt 36.000 Beschäftigten. „Die Ergebnisse geben Anlass zu ernster Sorge“, fasste Wolfgang Reß, Hauptgeschäftsführer von kölnmetall, das Stimmungsbild der Unternehmen zusammen. Mit Blick auf die nächste Tarifrunde mahnte er daher in Richtung IG Metall: „Unsere Unternehmen stehen vor vielfältigen Herausforderungen – das wirtschaftliche Umfeld hat sich nicht nur aufgrund protektionistischer Tendenzen und dem bevorstehenden Brexit stark eingetrübt. Auch steht unsere Industrie durch Mobilitäts- und Energiewende vor einem gewaltigen Umbruch, der nicht über Nacht abgeschlossen sein wird.“ Der nächste Tarifabschluss dürfe die Unternehmen daher nicht überfordern – „weder in der Höhe noch was die Komplexität der gefundenen Regeln angeht“.

Derzeit beurteilen fast die Hälfte der befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht – ein Jahr zuvor traf dies auf lediglich 9,4 Prozent zu. Was die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate angeht, zeigen sich die Unternehmen ebenfalls deutlich pessimistischer gestimmt: 62 Prozent befürchten eine Verschlechterung der Geschäfte im kommenden Halbjahr – dieser Wert hat sich im Vergleich zur letzten Konjunkturumfrage nahezu verdoppelt.

Der Anteil derer, die sich aktuell über eine gute inländische Auftragslage freuen können, ist seit der letzten Umfrage von 31,3 Prozent auf derzeit 14,7 Prozent gesunken. Dagegen beklagen 44 Prozent eine unbefriedigende Inlandsnachfrage. Die aktuelle Auftragslage aus dem Ausland wird von 51,6 Prozent (Vorjahr: 15,6 Prozent) der Unternehmen als schlecht eingestuft, nur 16,1 Prozent (40,6 Prozent) bewerten die Nachfragesituation als gut.

Anlass zur Sorge gibt der Blick in die nähere Zukunft: Mit einer Verbesserung der Auftragslage im Inland in den nächsten sechs Monaten rechnen nur 5,9 Prozent (6,3 Prozent) aller befragten Firmen, 41,2 Prozent (53,1 […]

13:27 13:27

15. Kölner Arbeitgebertag – Jäger: „Mobilitäts- und Energiewende können wir nur mit der Industrie bewältigen“

„Angesichts von Klima- und Umweltdebatten werde ich nicht müde zu sagen: Viele große Herausforderungen unserer Zeit werden wir nur mit unserer Industrie lösen. Zur Bewältigung der Mobilitäts- und Energiewende ist die Innovationskraft der Wirtschaft mehr denn je gefragt“, eröffnete Michael Jäger, Vorsitzender der ARBEITGEBER KÖLN e. V., den 15. Kölner Arbeitgebertag vor rund 300 Gästen. Doch insbesondere für die Automobilindustrie sei das Klima rauer geworden. Er freue sich daher über das klare Bekenntnis von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu diesem Schlüsselzweig der deutschen Industrie.

Anlässlich der ‚Halbzeit‘ der nordrhein-westfälischen Landesregierung zog Jäger ein positives erstes Fazit: „Unter der schwarz-gelben Landesregierung hat sich die wirtschaftspolitische Grundstimmung in Nordrhein-Westfalen deutlich verbessert. Wo vorher zu viel verhindert und verboten wurde, haben CDU und FDP wichtige Entbürokratisierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht“, lobte er.

Gleichwohl sei NRWs Weg zurück in die Spitzengruppe kein leichter. Man könne nicht erwarten, dass alle Herausforderungen über Nacht verschwänden. Jäger bestärkte daher die Landesregierung eindrücklich, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

In seinem Vortrag zog Ministerpräsident Laschet eine erste Bilanz der Regierungsarbeit der schwarz-gelben Koalition in Nordrhein-Westfalen und betonte noch einmal die Bedeutung der Automobilindustrie für den Wirtschaftsstandort:

„Die Landesregierung ist vor zwei Jahren angetreten, um eine Politikwende einzuleiten und den wirtschaftlichen Riesen Nordrhein-Westfalen zu entfesseln. Mit den Entfesselungspaketen haben wir Bürokratie abgebaut und schnellere Planungsverfahren ermöglicht. Für mehr Flexibilität und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.“ Der Ministerpräsident weiter: „Aber wir wollen mehr: Nordrhein-Westfalen soll wieder in die Spitzengruppe der deutschen Länder. Dafür brauchen wir die Beschleunigung von Prozessen, um die Stärken des Landes zu fördern. Wir stärken Bewährtes, testen Neues, nutzen Innovatives und machen Nordrhein-Westfalen damit zukunftsfähig. Digitalisierung, Energiewende und Klimaschutz sind so große Bereiche, die wir nur gemeinsam mit Wirtschaft und Gesellschaft gestalten können.“

Ein weiteres Highlight des Tages […]

10:14 10:14

Geplantes Aus für Godorfer Hafen: „Ökologischer und ökonomischer Fehler“

Angesichts des bevorstehenden Aus für die Erweiterungspläne des Godorfer Hafens äußerte Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN, scharfe Kritik: „Gute Argumente scheinen in Zeiten politischer Aufgeregtheit nicht mehr zu gelten. Ich halte die Abkehr von den Ausbauplänen für einen ökologischen und ökonomischen Fehler.“  Schließlich gelte es gerade im Sinne der Umwelt, möglichst viele Güterverkehre von der Straße auf umweltfreundlichere Transportwege wie die Wasserstraße zu verlagern. Es passe nicht zusammen, einerseits den Klimanotstand auszurufen und ein Lkw-Durchfahrtverbot in der Innenstadt einzurichten, aber andrerseits auf die Chance zu verzichten, mehrere 10.000 Lkw-Fahrten im Jahr aus der Stadt zu halten. Die Umschlagknoten der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) im Kölner Süden wie im Norden der Stadt müssten gestärkt werden, so Reß. Dort seien viele große Industrien angesiedelt. Ein Verteilzentrum im Kölner Süden, das viele Lkw-Fahrten durch die Stadt überflüssig mache, sei aber nicht nur in ökologischer Hinsicht sinnvoll: „Diverse Gutachten kommen zu dem Schluss, dass der Ausbau des Godorfer Hafens aus volks- und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist.“ Ideologische Scheuklappen seien ein schlechter Ratgeber bei politischen Entscheidungen von großer Tragweite.

Soweit immer wieder suggeriert werde, die Mehrheit der Kölner Bürger wolle eine Entscheidung gegen den Hafenausbau, sei auch dies schlichtweg falsch. „Ich erinnere an eine eigens hierzu angesetzte Bürgerbefragung in Köln im Jahr 2011. Damals verfehlten die Ausbaugegner das erforderliche Quorum von 10 Prozent der Teilnahmeberechtigten. Dieses unbequeme Ergebnis wird in der aktuellen politischen Debatte immer wieder gerne vergessen. Wir sind für Klima- und Umweltschutz, aber es muss ein schlüssiges Konzept dahinterstehen. Ein solches Konzept lässt die Stadt Köln derzeit vermissen“, schloss Reß.

12:48 12:48

OVG-Urteil zur Luftreinhaltung
ARBEITGEBER KÖLN warnt: „Streckenbezogene Fahrverbote sind von zweifelhaftem Nutzen“

„Ich begrüße, dass ein flächendeckendes Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge erst einmal abgewendet wurde“, kommentierte Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes in Münster vom gestrigen Donnerstag. Gleichzeitig warnte er: „Der Nutzen von streckenbezogenen Fahrverboten für die Umwelt ist äußerst zweifelhaft, kann man doch davon ausgehen, dass sich der Verkehr dann auf andere Strecken verlagert.“ Er appellierte daher in Richtung Bezirksregierung Köln, bei der Prüfung, welche konkreten Straßenabschnitte dafür gesperrt und welche Fahrzeuge von den Fahrverboten ausgenommen werden, sehr sorgfältig vorzugehen. „Es kann nicht sein, dass wir die Luftqualität an einer Stelle verbessern, um sie an anderer Stelle zu verschlechtern.“ Es müsse zudem sichergestellt werden, dass insbesondere Wirtschaftsverkehre durch die Verbote nicht zum Erliegen kämen.Er rate zudem dringend von der derzeit von der Kölner Stadtspitze diskutierten Überlegung ab, den Verkehr auf der Mülheimer Brücke dauerhaft einspurig zu lassen. Die Kölner Brücken seien ohnehin ein Nadelöhr. „Wir können nicht nur mit Einschränkungen und Verboten arbeiten, um die Straßen zu entlasten. Wir müssen den Bürgern ein vernünftiges Angebot machen, um ihr Mobilitätsverhalten zu verändern“, betonte Reß. Er wiederholte daher seine Forderung, alles daran zu setzen, den ÖPNV weiter auszubauen. Aktuell platze der Kölner Nahverkehr aus allen Nähten. Zudem seien noch längst nicht alle Stadtgebiete gut ans Streckennetz angeschlossen. Hier sehe er erheblichen Verbesserungsbedarf. Weiter warb Reß für ein intelligentes Verkehrsmanagement, das zur Verflüssigung des Verkehrs beitrage. Hierzu gehöre auch eine intelligente Ampelschaltung. „Wir müssen weg von der ‚roten Welle‘. Wenn der Verkehr fließen kann, sinkt auch die Belastung an den neuralgischen Punkten“, erklärte Reß. „Bevor wir weitere Verbotsschilder aufstellen, sollten wir grundsätzlich unsere Verkehrsleitung in Köln auf den Prüfstand stellen“, schloss er.

8:00 8:00

kölnmetall unterstützt MINT-Projekt der Kaiserin-Augusta-Schule

Eine Hymne für Europa schreiben. Nicht mit Noten, sondern mit einer Programmiersprache. So lautete der Auftrag des ‚Coding Cup 2019‘, ausgeschrieben von der Bildungsinitiative ‚Code your Life‘. 50 Schulen aus ganz Deutschland lösten daraufhin die Aufgabe, eine neue Hymne für Europa zu coden und setzten dafür den Microcomputer Raspberry Pi ein. Darunter auch die Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) in Köln. Die 19 Schülerinnen und Schüler der KAS wurden von einer Jury und dem Publikum ins Finale gevotet und dürfen nach Hannover zur IdeenExpo, Europas größtem Event für Naturwissenschaften und Technik, reisen. Hier findet die Siegerehrung im Beisein von Digitalministerin Dorothee Bär statt. Ausgewählten Schülerinnen und Schülern winkt zudem die Chance, ihr Projekt bei der ARD-Wissensshow mit Ranga Yogeshwar vorzustellen. Das hat kölnmetall, Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Köln e. V., so beeindruckt, dass er bei den Fahrtkosten unter die Arme greift. „Das Projekt weckt Lust auf Technik und fördert das Demokratieverständnis. Wir waren daher direkt Feuer und Flamme, als die KAS auf uns zukam“, erläuterte Saskia Dieke von kölnmetall das Engagement des Verbandes. „Schließlich sind gut ausgebildete MINT-Fachkräfte das größte Kapital unserer Unternehmen. Daher wollen wir – ganz im Sinne der Nachwuchsförderung – junge Menschen früh für Technik und Naturwissenschaften begeistern und freuen uns dabei über jeden Mitstreiter.“

Beim ersten Projekttreffen des Differenzierungskurses Informatik der Jahrgangsstufe 9 der Kaiserin-Augusta-Schule wurden Ideen gesammelt und diskutiert – demokratisch, wie man es in Europa eben macht. Am Ende sagte die Schülerin Noura Chabil: „Jedes der 28 EU-Länder hat seine ganz eigene unverkennbare Note, seinen eigenen Sound. Trotzdem gehören alle 28 zusammen und sind miteinander verbunden. Das wollen wir mit unserem Exponat ausdrücken.“

Damit stand das Programm fest. Das Europa-Sound-Element wurde gemeinsam erarbeitet, die einzelnen Länder-Sounds auf die engagierten Projektteilnehmer verteilt. Die […]

11:30 11:30

Katerfrühstück am Aschermittwoch: Standort auf dem Prüfstand

„Köln wie entfesselt? Wohin entwickelt sich der Wirtschaftsstandort 4.0?“  Unter diesem Motto diskutierten beim 19. Katerfrühstück von ARBEITGEBER KÖLN und NetCologne Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Mit dabei waren unter anderem Landesminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Kölns Stadtdirektor Dr. Stephan Keller.

„Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist ganz entscheidend für eine leistungsfähige Wirtschaft“, betonte Michael Jäger, Vorsitzender der ARBEITGEBER KÖLN e. V., bei seinem Eröffnungsstatement vor rund 200 Gästen über den Dächern Kölns. Doch wer in und um Köln mit Auto oder Bahn unterwegs sei wisse, dass die Verkehrsinfrastruktur am Limit fahre. Ganz eindringlich warnte Jäger vor der derzeit diskutierten Express-Busspur auf der Aachener Straße: „Bei einem Arterienverschluss der Hauptverkehrsader im Westen der Stadt ist der Verkehrsinfarkt nicht mehr in weiter Ferne.“ Gut gemeinter Aktionismus führe nur zu noch mehr Stau und helfe am Ende auch nicht bei der Verbesserung der Luftqualität.

Doch nicht nur die Verkehrsinfrastruktur sei ein wichtiger Faktor für einen Wirtschaftsstandort. Mit den Entfesselungsgesetzen sei die nordrhein-westfälische Landesregierung angetreten, die Wirtschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland von ihren Fesseln zu befreien. Noch immer hinke das Schwergewicht Nordrhein-Westfalen bei der wirtschaftlichen Entwicklung hinterher. Jäger begrüßte daher die ergriffenen Maßnahmen, gab aber gleichzeitig zu bedenken: „Vieles braucht Zeit, um Wirkung zu entfalten. Die Entfesselung des angeschlagenen Riesen NRW ist eher ein Marathon, denn ein Kurzstreckenlauf.“

Wie wichtig eine übergeordnete Digitalstrategie für Kölns Wirtschaft ist, betonte in diesem Zusammenhang NetCologne Geschäftsführer Timo von Lepel. Die Basis für den digitalen Wirtschaftsstandort 4.0 sei bereits gelegt: „Köln nimmt mit Blick auf den Ausbau der digitalen Infrastruktur deutschlandweit schon heute eine Spitzenposition ein. Mit der aktuellen Digitaloffensive werden bis 2022 70 Prozent aller Haushalte und Gewerbe über einen direkten Glasfaseranschluss verfügen. Darüber hinaus hat die Stadt das dichteste kostenfreie WLAN-Netz und auch im Bildungssektor sind […]

9:39 9:39

Konjunkturumfrage 2018/2019: Trübe Aussichten in der Kölner Metallindustrie

„Unsere Unternehmen sind aktuell pessimistischer gestimmt als noch zum Jahreswechsel 2017/2018“, fasste Wolfgang Reß, Hauptgeschäftsführer von kölnmetall | Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Köln e. V., die Ergebnisse der heute veröffentlichten Konjunkturumfrage des Verbandes zusammen. Die „trüben Aussichten“ machten sich an mehreren Indikatoren bemerkbar – besonders deutlich werde dies bei den Geschäfts-, Auftrags- und Ertragserwartungen für die nächsten sechs Monate. Hierbei spiele sicherlich auch die Sorge vor einem ungeordneten Brexit eine Rolle, dessen Auswirkungen auf die hiesige Wirtschaft noch nicht ganz abzuschätzen seien.

Doch es gebe auch Licht am Horizont: Die Beschäftigungsentwicklung der letzten sechs Monate sei stabil, zudem wolle das Gros der Firmen auch in den nächsten sechs Monaten an ihren Stammbelegschaften festhalten. Anlass zur Freude gebe zudem das weiterhin hohe Ausbildungsengagement der Unternehmen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Köln und Umgebung zeigen sich mit ihrer aktuellen Geschäftslage zum Jahreswechsel etwas weniger zufrieden als ein Jahr zuvor. Während damals 50 Prozent ihre aktuelle Lage als gut bewerteten, sind es in der aktuellen Befragung nur noch 40,6 Prozent. Die Hälfte stuft die momentanen Geschäfte als immerhin befriedigend ein (Vorjahr: 33,3 Prozent), die verbleibenden 9,4 Prozent (16,7 Prozent) berichten von einer schlechten Lage.

Was die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate angeht, zeigen sich die Unternehmen deutlich pessimistischer: So erwarten nur 3,1 Prozent (12,5 Prozent) der Befragten eine bessere, 62,5 Prozent (79,2 Prozent) eine gleichbleibende Entwicklung. 34,4 Prozent (8,3 Prozent) befürchten eine Verschlechterung, ihr Anteil ist gegenüber der vorangegangenen Konjunkturumfrage damit merklich gestiegen.

Der Anteil derer, die sich aktuell über eine gute inländische Auftragslage freuen können, ist seit der letzten Umfrage von 37,5 Prozent auf derzeit 31,3 Prozent gesunken. 56,3 Prozent (45,8 Prozent) berichten von einer befriedigenden Auftragslage. Allerdings beschreiben 12,5 Prozent (16,7 Prozent) die derzeitige […]